Ich wurde 1959 in Berlin geboren, der Stadt, in der ich heute lebe. 1979 kam ich in Berührung mit dem Zen-Buddhismus und den japanischen Kampfkünsten. Viele japanische Meister waren mir Vorbild und Lehrer. Bei meinem Japanaufenthalt in Kyoto im Jahr 2001 entdeckte mein Herz im Kloster Daisen-in die Kalligraphie und Tuschemalerei. Schon immer habe ich mich für die japanische Kunst interessiert. Die Ästhetik der Einfachheit und Natürlichkeit, verbunden mit höchster Eleganz, entsprach meinem künstlerischen Empfinden. Der „Weg der schwarzen Tusche“ als Weg der Selbstfindung und Lebensführung begeisterte mich sofort. In Berlin wurde ich für mehrere Jahre Schülerin der Sumi-e Meisterin Rita Böhm.

 
Ich male die traditionellen Motive der japanischen Tuschemalerei, wie Bambus, Orchideen oder blühende Pflaumenzweige . Einige meiner Bilder sind Nachschöpfungen bekannter Sumi-e Meister. Ein Kopieren im eigentlichen Sinne gibt es im Sumi-e nicht. Jeder Pinselstrich trägt die eigene Individualität des Künstlers und es gehört traditionell zum „Weg der schwarzen Tusche“ den Geist der großen alten Meister künstlerisch zu erfassen.
 
Mein besonderes Interesse gilt der Landschaftsmalerei, der Königsdisziplin des Sumi-e. Dabei versuche ich die Atmosphäre und Seele der jeweiligen Landschaft zu erspüren: von alten, knorrigen Kiefern, Nebel durchzogenen Bergen und Wäldern, Schneelandschaften… Meine tiefe Bewunderung und mein Respekt gelten der Natur und ihrer ständigen Veränderung.